Berichte

Ausserordentliche Präsidentenkonferenz in Olten



Umweltschutz gewichtiges Thema

Die Präsidenten der Kantonal- und Unterverbände trafen sich mit dem Vorstand um 19.00 in Olten zu einer ausserordentlichen Präsidentenkonferenz. Haupttraktanden waren das Eidgenössische Schützenfest 2010 in Aarau, der Eidgenössische Ständematch 2010 sowie Informationen zum Projekt 2010.

Zu Beginn der Versammlung meldet Martin Hug (BSSV), dass der an der letzten Präsidentenkonferenz im November in die Technische Kommission 300 m gewählte Kurt Rieben heute morgen einer langdauernden Krankheit erlegen ist. Die Versammlung nimmt diese Meldung betroffen zur Kenntnis und kondoliert den Hinterbliebenen in dieser schweren Zeit.
Rita Fuhrer erklärt in ihrem Eintretensvotum, wie sie die letzte Versammlung und die darauf folgenden Tage und Wochen erlebt hat. Sie erklärt auch noch einmal die Gründe, die zu ihrem Rücktritt führten.

ESF 2010 in Aarau

Josef Gugerli, Vizepräsident OK ESF 2010 erläutert das Konzept des OK. Die Diskussion dreht sich vor allem darum, das es aus verschiedenen Orten schwierig wird, auf Schiessbeginn in Aarau zu sein. Im Kanton Zürich hat eine Umfrage ergeben, dass nicht der Preis von 45 Fr. für den ÖV-Kombi das Problem darstelle, sondern die umständlichen Reisewege mit dem ÖV. Auch das Problem der Anreise aus Randregionen (z.B. dem Engadin) und der Rückreise am gleichen Tag wird aufgeworfen. Hier wird darauf hingewiesen, dass es auch umgekehrt nicht möglich sei, Besuch, angemessener Aufenthalt und Rückreise gleichentags zu bewältigen.
Rita Fuhrer stellt Antrag: Schiessbüchlein und ÖV-Kombi mit 5 Fr. SSV-Beitrag für 40 Fr. festzulegen, gegen ein Schiessbüchlein von 33 Fr. Der Antrag ÖV-Kombi wird von den Präsidenten mit 25 : 8 Stimmen abgelehnt.
Das OK stellt einen Antrag, den Schiessbüchlein-Beitrag auf 35 Fr. zu erhöhen. Als Gründe werden Mehrkosten bei den Transporten Aarau - Rupperswil - Aarau von rund 100 000 Fr. angeführt. Die Präsidenten stimmen diesem Antrag ohne stillschweigend zu.

ESM 2010

Für den Vorstand SSV vertritt Andreas von Känel die vorgenommenen Änderungen in den Weisungen für den Ständematch auf die Distanzen 300/50/25 m aufgrund der letzten Präsidentenkonferenz. Der Vorstand hält dazu fest, dass die ESM zur Unterstützung der Mehrstellungswettkämpfe dienen sollen und hält deshalb an der Auflage fest, dass am Liegendmatch nur teilnehmen kann, wer an den Mehrstellungswettkämpfen teilnimmt. Walter Harisberger ist erstaunt, dass trotz Abstimmung diesem Punkt nicht zugestimmt wurde. Rita Fuhrer weist darauf hin, dass es sich bei der Abstimmung um eine Konsultativabstimmung gehandelt habe. Tony Meyer ist froh, dass mit dem Gewehr 4er Mannschaften nun möglich sind. Renato Steffen verlangt die Diskussion bei den Nicht-ISSF-Wettkämpfen zum Einsatz eines zusätzlichen Kissens. Andreas von Känel erläutert, dass das Reglement auf Elite-Schützen verfasst wurde. Diese durften noch nie mit einem zweiten Kissen schiessen. Die Präsidenten nehmen von der Information Kenntnis.

Information zum Projekt SSV 2010

Rita Fuhrer informiert nochmals zusammenfassend über die Ziele des Projekts SSV 2010. Obwohl der Vorstand seine Organisation selbst vornehmen kann, so lange die Statuten nicht berührt werden, wurde das Projekt sistiert. Das Projekt ist zum jetzigen Zeitpunkt abgeschlossen worden und so abgelegt, dass jederzeit auf die bisherigen Arbeiten abgestützt weitergearbeitet werden kann, wenn dies gewünscht wird.
Walter Harisberger spricht im Namen der Westschweizer und Nordwestschweizer Kantonalpräsidenten. Die Präsidenten finden es schade, dass ein derart wichtiges Projekt nicht weitergeführt wird. Sie sind der Ansicht, dass das Projekt nach der GV mit hoher Dringlichkeit weiterzuführen sei. Die Belastung des Vorstands ist anerkannt und muss verringert werden. Vom Vorstand wird erwartet, dass er eine zukunftsgerichtete Stossrichtung einnimmt und dies vor allem auch besser kommuniziert. Der Vorstand müsse nach aussen endlich geschlossen auftreten. Er fordert die Präsidenten dazu auf, wieder konstruktiv mit dem Vorstand zusammenzuarbeiten.
Rita Fuhrer weist einen Teil der Kritik bezüglich Information zurück, akzeptiert jedoch den Vorwurf, ihr sei es nicht gelungen, den Vorstand einheitlich hinter das Projekt zu scharen.

Weitere Informationen

Das Projekt Reorganisation Leistungssport wurde an die begleitende Kommission übergeben. Die Kommission wird am 9. Dezember 2008 erstmals tagen. Fritz Schaffner stellt die Kommission vor und gibt bekannt, dass es nicht möglich war, je einen Athleten für die Kommissionsmitarbeit zu gewinnen.
Die Begleitkommission zur Finanzierung der Kampagne gegend die Volksinitiative. Sie tagt erstmals am 22. Januar 2009. Vom Vorstand wurde zusätzlich der Projektleiter Fritz Reinmann in die Kommission abgeordnet.
Hans Sameli informiert über die Arbeit der von ihm geführten Kommission zur Nachfolgeregelung für Präsidium und Vorstand. Diese besteht aus 4 Vorstandsmitgliedern und einem allfälligen Beizug externer Experten.
Rita Fuhrer erläutert die provisorische Neuregelung der Abteilung Leistungssport bis zur definitiven Form der Organisation Leistungssport. Fritz Schaffner erklärt, dass es ihm selbst mit einer 50%-Stelle in der Industrie nicht möglich sei, diese Arbeit durchzuführen. Deshalb wird Fritz Schaffner als Abteilungsleiter bleiben, die Bereiche Dienste und Nachwuchsförderung und Richter verbleiben bei ihm, der Bereich Leistungssport wird ab sofort von Urs Weibel geleitet.
Jakob Büchler (KSV SG) staunt über die Aussagen im Zeitungsbericht des "Tages-Anzeigers" (TA) zur Deponierung der Waffe im Zeughaus. Rita Fuhrer erläutert, dass Urs Weibel die ihm im Artikel in den Mund gelegten Aussagen so nicht geäussert hat. Der TA weigert sich jedoch, das in SchiessenSchweiz erschienene Communiqué zu veröffentlichen.
Renato Steffen (KSV LU) regt an, dass die Technischen Kommission früher mit den Unterlagen beliefert werden sollten, damit sie mit den Kantonalverbänden, die sie vertreten diese besprechen können.
Eric Barbezat (KSV NE) bemängelt die Qualität der Übersetzungen im Internet.
Die PK endet um 21.15 Uhr.
Quelle: Klick...

59 Prozent für Veränderung

Zwar stimmten 41 % der Umfrageteilnehmer dafür, dass der beste Kantonalstich für die Quali zählt, wie bis anhin. Aber immerhin sprechen sich auch 59 % für eine Veränderung aus. 33 % sind für 2 Kantonalstiche, welche zur Quali zählen. 26 % wollen den Kantonalstich auf 20 Schuss erhöhen.

Der Kantonalvorstand nimmt vom Ergebnis Kenntnis und wird sich dem Thema annehmen.

Umfrage

Ergebnis: Neuerung Kantonalstich

Kantonalstich so belassen wie bis anhin 45 (40.9%)
Für Meisterschütz-Qualifikation die 2 besten Kantonalstiche zählen 36 (32.7%)
Kantonalstich auf 20 Schuss erweitern 29 (26.4%)

Umfrage

Umfrage 300 m für Qualifikation Meisterschützfinal Feld D

Vielfach taucht die Meinung auf, dass die ganze Teilnahme am Meisterschützfinal vom Einzelwettschiessen abhängig ist. Läuft's schlecht, ist eine Qualifikation auch mit guten Resultaten in den anderen Stichen nicht mehr realisierbar.

Deshalb hat sich der Kantonalvorstand Gedanken gemacht und will die Meinung der Schützen kennen. Das Einzelwettschiessen wird für die Qualifikation beibehalten. Eine Möglichkeit ist, den Kantonalstich auf 20 Schuss auszuweiten. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die 2 besten Kantonalstiche für die Qualifikation Meisterschütze heranzuziehen. Natürlich kann man auch alles so belassen wie bis anhin.